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Feuerwehrwesen

Hier finden Sie einige nützliche/interessante Themen zum Bereich Feuerwehrwesen.

Allgemein

Der Atemschutz stellt einen lebenswichtigen Schutz für die Feuerwehrmitglieder dar. Vor allem bei Brand- und Schadstoffeinsätzen ist mit Bedrohungen durch gefährliche Atemgifte zu rechnen. Aber auch bei Unfällen mit Gärgasen, welche ja bei uns im Weinbaugebiet ein besonderes Risiko darstellen, sind Atemschutzgeräte unbedingt erforderlich.

Der Atemschutz ist für Feuerwehren ein sehr aufwendiges finanzielles Sachgebiet geworden.
Denn nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Folgekosten müssen berücksichtigt werden. Einerseits sind die Geräte regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls zu erneuern, andererseits ist auch die medizinische Tauglichkeit der Träger alle 5 Jahre zu überprüfen.

 

Aufgaben des Atemschutzsachbearbeiters

Der Atemschutzsachbearbeiter ist für die Instandhaltung und Überprüfung der Ausrüstung zuständig. Außerdem werden laufend Schulungen und Übungen durchgeführt, um für kommende Einsätze gerüstet zu sein. Nach jeder Verwendung der Atemschutzgeräte und der Atemschutzmasken müssen diese wieder einsatzbereit gemacht werden. Die Atemschutzflaschen müssen befüllt werden und die Masken und Geräte gehören gereinigt und überprüft.

 

Geräte

Unsere Feuerwehr verfügt über: 

  • 3 Atemschutzgeräte mit gesamt 6 Atemluftflaschen, sowie 8 Atemschutzmasken

Außerdem verfügen der Unterabschnitt Grafenegg einen Atemluftkompressoranhänger der bei der Feuerwehr Etsdorf stationiert ist.

 

Ausbildung

Um in der Feuerwehr als Atemschutzgeräterträger eingesetzt zu werden, ist es notwendig einen zweitägigen "Atemschutzlehrgang" zu absolvieren. Dieser findet für unsere Feuerwehr zweimal jährlich in Krems an der Donau statt und kann nach Erfüllung folgender Voraussetzungen besucht werden:

  • 1 Jahr aktiver Feuerwehrdienst
  • Mitglieder von Betriebsfeuerwehren - vollendetes 18. Lebensjahr
  • Abschluss Truppmann (ASMTRM)
  • Nachweis der Atemschutztauglichkeit (nicht älter als 12 Monate vor Modulbeginn)

Die Absolvierung des Atemschutzgeräteträgerlehrganges ist Voraussetzung für zahlreiche weitere Lehrgänge. Unter anderem für die gesamte Führungsausbildung und die Schadstoffausbildung.
Für die Atemschutzgeräteträger unserer Feuerwehr werden laufend Übungen und Schulungen abgehalten. Außerdem müssen sich diese Feuerwehrmitglieder jährlich einem Leistungstest (Coopertest, Finnentest oder Radfahren) unterziehen, um weiterhin als Atemschutzgeräteträger eingesetzt werden zu können.

Brennbare Stoffe werden nach ihren Brennverhalten in verschiedene Brandklassen eingeteilt.

Als Brandklasse bezeichnet man eine Klassefizierung der Brände nach ihrem brennenden Stoff. Diese Klassifikation ist vorwiegend notwendig, um die richtige Auswahl entsprechender Löschmittel zu treffen.

Nach der europäischen Norm E2 erfolgt die Einteilung dieser brennbaren Stoffe in die Brandklassen A,B,C,D und F.

  • Brandklasse A: Brände fester Stoffe, hauptsächlich organischer Natur, die normalerweise unter Glutbildung verbrennen. (z.B.: Holz, Papier, Kohle, Heu,....)
  • Brandklasse B: Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen. (z.B.: Benzin, Ethanol, Teer, Wachs,....)
  • Brandklasse C: Brände von Gasen. (z.B.: Erdgas, Butan, Methan,....)
  • Brandklasse D: Brände von Metallen. (z.B.: Aluminium, Magnesium,....)
  • Brandklasse F: Fettbrände (z.B.: Speisefett oder Speiseöl)
Brandklasse A
Brandklasse B
Brandklasse C
Brandklasse D
Brandklasse F

Übersicht aller Hydranten in Etsdorf am Kamp:

Hydranten

 

Löschvorgang und Löschverfahren

Der Löschvorgang ist eine Unterbrechung des Verbrennungsvorganges, wobei einer der Voraussetzungen für die Verbrennung beseitigt werden muss. Die Unterbrechung erfolgt durch abkühlen, ersticken, verdünnen oder stören.

  • Abkühlen: Entzug von Wärme
  • Ersticken: Entzug von Sauerstoff
  • Verdünnen: Entzug vonbrennbarem Stoff
  • Stören: Entzug oder Verminderung der Reaktionsbereitschaft

 

Löschmittel

  • Wasser: Hauptlöscheffekt: Kühlen. Das wichtigste Löschmittel überhaupt ist und bleibt Wasser. Bei über 90% der Brände kann es als Löschmittel eingesetzt werden.
  •  Schaum: Hauptlöscheffekt: Ersticken. Das Löschmittel Schaum besteht aus einem Gemisch aus Schaummittel, Wasser und Luft, das mit geeigneten Löschgeräten erzeugt und aufgebracht wird. Die Löschwirkung des Luftschaumes bei der Brandbekämpfung basiert auf folgenden Löscheffekten: Stickeffekt: die geschlossene Schaumdecke verhindert die erneute Luftsauerstoffzufuhr zum Brandgut. Kühleffekt: Das aus dem Schaum ausscheidende Wasser verdampft auf der Brandoberfläche oder unmittelbar darunter, wobei Wärmeabgeleitet wird.
  •  Pulver: Hauptlöscheffekt: Stören. Für die verschiedenen Brandklassen gibt es unterschiedliche Pulverarten, (Glut, Flamme, Metalle) die zum Ersticken des Brandes führen. Achtung vor Rückzündungen – keinen Kühleffekt. Das Löschmittel ist ein fein gemahlenes Pulver. Man kann damit Brände von Gasen, brennbare Flüssigkeiten und feste Brennstoffe vorwiegend durch den Wandeffekt und zum Teil auch durch den Verdrängungseffekt bekämpfen. Nicht in Räumen mit größeren Menschenansammlungen verwenden.
  •  Kohlendioxid: Hauptlöscheffekt: Ersticken. Es ist ein Löschmittel für Flammbrände. Es wird besonders dort eingesetzt, wo eine rückstandsfreie Brandbekämpfung notwendig ist (z.B. EDV-Anlagen). Achtung: Kohlendioxid verdrängt den Sauerstoff der Luft und wirkt als Atemgift. Beim Ansprühen von Personen besteht Gefahr von Erfrierungen. Kohlenstoffdioxidschnee kann durch Kälte magnetische Datenträger von Rechneranlagen zerstören!
Verbrennungsdreieck
Nicht mit Wasser löschen!!
Achtung auf den Wasserdampf!!

Ausbildung

Der Einsatzerfolg unter Berücksichtigung der eigenen Sicherheit bzw. der Gefahrenminimierung muss oberstes Ziel sein. Für alle Einsatzerfordernisse sollen die Feuerwehrmitglieder die richtigen taktischen und technischen Maßnahmen für die Bekämpfung bzw. Behebung von Schadensfällen innerhalb kürzester Zeit treffen.

Nur wer bestmöglich ausgebildet ist, kann auch bestmögliche Hilfe leisten.
Eine gründliche Ausbildung ermöglicht uns, die uns gestellten Aufgaben professionell zu erldeigen und die Selbstgefährdung so gering wie möglich zu halten.

 

Fahrdienst

Der Fahrdienst umfasst insbesondere die Geräte, welche mit einem Verbrennungsmotor betrieben werden (Fahrzeuge, Notstromaggregat, Tragkraftspritzen, Kettensägen, usw.). 
Der Fahrmeister kümmert wartet und überprüft diese Fahrzeuge Geräte, führt Aufzeichnungen darüber und führt sie dem regelmäßigen Service (§57a Überprüfung) zu. Weiters obliegt ihm die Kontrolle der Fahrtenbücher. 
Eine ebenfalls wichtige Aufgabe ist die Ausbildung auf den jeweiligen Geräten.

 

Schadstoffdienst

Auch wenn Einsätze mit gefährlichen Stoffen in unserem Einsatzgebiet nicht zum täglichen Brot gehören, müssen wir jederzeit mit solchen Einsätzen rechnen. Mehrere kleine solcher Einsätze haben auch wir dem Öfteren zu bewältigen wie z.B. Ölsperren am Kamp errichten. 
Da wir über keine spezielle Schadstoffausrüstung verfügen, liegt die Hauptaufgabe des Schadstoffsachbearbeiters hauptsächlich in der Ausbildung. Die Schadstoffausbildung beginnt schon in der Grundausbildung und zieht sich über laufend stattfindende Schulungen und Übungen. 

 

Verwaltungsdienst

Der Verwaltungsdienst übernimmt die organisatorische und finanzielle Führung der Feuerwehr.
Zu den Aufgaben des Verwaltungsdienstes gehören insbesondere: 

  • Kassaführung 
  • Schriftverkehr 
  • Mitgliederverwaltung 
  • Lehrgangsanmeldung 
  • Festorganisation 
  • Bewerbsanmeldung 
  • sowie alle anderen administratorischen Aufgaben 

Außerdem stehen dem Verwaltungsdienst zwei Kassaprüfer zur Seite. Ihre Aufgabe ist es die Kassa mehrmals im Jahr, jedoch mindestens einmal jährlich zu überprüfen und wenn nötig den Kassier (VM Trinkl Willibald) auf Fehler hinzuweisen. 
Aufgabe der Kassaprüfer ist es, die Kassa der Feuerwehr mehrmals pro Jahr zu überprüfen und wenn nötig, den Verwaltungsdienst auf Fehler hinzuweisen. Außerdem entlasten die Kassaprüfer bei der Mitgliederversammlung in ihren Rechenschaftsbericht den Verwaltungsdienst.
Aufgrund der Wichtigkeit und so weit als möglich Unabhängigkeit dieser Funktion ist die Funktionsperiode eines Kassaprüfers auf maximal zwei Jahre beschränkt. 

 

Zeugmeister

Um eine große Bandbreite an Einsätzen abwickeln zu können, bedarf es einer Vielzahl an unterschiedlichen und modernen Geräten. Vielen davon vertrauen die Feuerwehrmitglieder bei ihrer Arbeit ihr Leben an, viele sollen das Leben von Verunfallten retten. Dadurch sollten alle Geräte im Einsatzfall richtig und zuverlässig funktionieren. Um diese Sicherheit zu gewährleisten müssen die Geräte in regelmäßigen Abständen überprüft, repariert und wenn notwendig durch Neue ersetzt werden. Zuständig dafür ist der Zeugmeister.

Was genau fällt in seine Zuständigkeit? 

  • Die Ausgabe und Rücknahme von Uniformen, Dienstgrad- und Funktionsabzeichen, 
  • Die Pflege und Wartung aller nicht motorisch betriebenen Geräten, 
  • Die Kontrolle der Beladung von Feuerwehrfahrzeugen, 
  • Die Kontrolle und Wartung von Elektrogeräten, 
  • Die Prüfung von Rettungsgeräten. 

Sicherheit im Feuerwehrdienst fängt schon lange vor dem Einsatz an: Ausbildung und Überprüfung der Geräte stehen an der Tagesordnung. Nahezu alle Geräte müssen periodisch (meist jährlich) überprüft, und das Ergebnis dieser Kontrolle in Prüflisten festgehalten werden. Ist ein Gerät defekt, muss es entweder fachkundig repariert oder ausgetauscht werden - natürlich gegen ein zugelassenes Normprodukt.
Weiters müssten fast alle Geräte nach jedem Einsatz kurz überprüft werden. Ein gutes Beispiel dafür stellt die Rettungsleine dar: Rettungsleinen dürfen nur zu Menschen bzw. Tierrettungen (nicht zu sonstigen Arbeiten) eingesetzt werden, müssen nach jedem Einsatz kontrolliert werden, weiters müssen sie jährlich geprüft werden und nach sechs Jahren sind sie auszuscheiden. Besonders wichtig ist auch die ständige Kontrolle der Atemschutzgeräte (wird durch den Atemschutzwart wahrgenommen), der Rettungsgeräte und der Schutzbekleidung (sollte von jedem Feuerwehrmitglied selbst durchgeführt werden). 
Eine weitere Hauptaufgabe ist die Bekleidungsverwaltung: Der Zeugmeister teilt sie den Feuerwehrmitglieder zu, nimmt sie wieder an sich und beschafft gegebenenfalls Ersatz.

 

Öffentlichkeitsarbeit

In der heutigen Zeit ist Marketing alles. Dies gilt insbesondere für freiwillige Feuerwehren, welche besonders auf die Gunst der Bevölkerung angewiesen sind. Weiters liest man täglich in der Zeitung über schwere Unfälle, Großbrände und über die Leistungen der Helfer, insbesondere der Feuerwehr, welche gegen dieses Schadensereignis ankämpften. Auch Information der Bevölkerung ist eine wichtige Aufgabe im Feuerwehrdienst. Um das zu gewährleisten, haben wir den Dienstposten des Öffentlichkeitssachbearbeiters, der sich für seine umfangreichen. 

 

EDV

Die EDV hat auch in die Verwaltung der Feuerwehren Einzug gehalten. Bereits Mitte der 90er-Jahre wurde ein einheitliches Feuerwehrverwaltungsprogramm seitens des NÖ Landesfeuerwehrverbandes an die Feuerwehren verschickt, um die Verwaltung der Mitglieder, Geräte und Tätigkeiten besser per EDV abwickeln zu können. Der Name dieses Programms war Notruf 122. Ende des Jahres 1999 wurden diese Feuerwehren ans Internet angeschlossen, und das Notruf 122 bekam die Möglichkeit des Online-Datenaustausches mit dem Landesfeuerwehrkommando. 
Dies war auch die Zeit, in der sehr viele Feuerwehren den Weg ins Internet fanden. Die Einsatzmöglichkeiten des PCs im Feuerwehrwesen stiegen rasant an. Erst wurde der Computer nur für Berichte und Texte genutzt, später dann für die Verwaltung per Notruf 122, die Kommunikation per E-Mail, Erstellung von Homepages, Präsentationen und vielem mehr. Zeit also, einen eigenen Dienstposten für diese Aufgaben zu schaffen - den EDV Sachbearbeiter. 
Die Aufgaben des EDV Sachbearbeiters hören sich relativ einfach an, der Dienstposten kann aber selbst einem Profi all seine technischen Fertigkeiten abverlangen. Dazu gehören: 

  • Wartung und Reparatur aller Computer der Feuerwehr 
  • Erstellung und Wartung der Homepage 
  • Betreuen der E-Mailadresse 
  • Betreuen der elektronischen Feuerwehrverwaltung. 

Den Höhepunkt der elektronischen Verwaltung bildet das neue Verwaltungsprogramm FDISK, welches das mittlerweile veraltete und fehlerhafte Notruf 122 ablöste. FDSIK wurde Anfang 2005 eingeführt, und ist eine webbasierende Applikation, das heißt, dass jedes berechtigte Feuerwehrmitglied von jedem PC mit Internet auf alle Daten zugreifen kann. Spätestens mit FDISK wurde das Internetzeitalter für Niederösterreichs Feuerwehren Realität.

 

Nachrichtendienst

Der Nachrichtendienstsachbearbeiter einer Feuerwehr ist jene Person, dies sich darum zu kümmern hat, die Funkgeräte funktionstüchtig und einsatzbereit sind.
Hierbei unterteilt sich Aufgabenbereich auf die unterschiedlichen Arten von Funkgeräten in der Feuerwehr auf. Hauptaugenmerk seiner Arbeit ist mit der Funk-Sirenensteuerung. Diese Anlage dient dazu die Alarmierungen, welche von der Bezirksalarmzentrale (BAZ) ausgeschickt werden, als Signal an die Sirene weiterzuleiten.
Die einwandfreie Funktion dieses Gerätes ist für eine ordnungsgemäße und vor allem rechtzeitige Alarmierung der Feuerwehrmänner zum Einsatz unumgänglich.
Sollte ein Gerät defekt werden, liegt es an ihm wenn möglich einen Ersatz aufzutreiben und die Reparatur des Gerätes in die Wege zu leiten. Die Anlage selbst wird ebenfalls wöchentlich, beim bekannten samstäglichen Sirenentest, von der BAZ durchgeführt.
Die dritte Kategorie von Funkgeräten im Aufgabenfeld des Funksachbearbeiters sind die Fahrzeug- und Handfunkgeräte. Sie dienen der Kommunikation untereinander, sei es nun nur feuerwehrintern oder auch mit anderen Wehren. Auch hier wird ein monatlicher Funkproberuf durchgeführt, wobei die Tüchtigkeit dieser Geräte überprüft wird.

 

Feuerwehrmedizinischer Dienst

Leider wird die Feuerwehr oft auch zu Einsätzen mit Verletzten gerufen. So gibt es auch in jeder Feuerwehr den so genannten Feuerwehrmedizinischen Dienst, der sich vor allem um folgende Aufgaben kümmert: 

  • Erste-Hilfe Kurse und Schulungen (Ausbildung) 
  • regelmäßige Überprüfung aller Erste Hilfe Kästen (Feuerwehrhaus und Einsatzfahrzeuge) 
  • Versorgung von verletzten Personen im Einsatz 
  • Beratung bei der Neuanschaffung von Sanitätsausrüstung

 

Feuerwehrgeschichte

Die Feuerwehrgeschichte ist das jüngste Sachgebiet im niederösterreichischen Feuerwehrwesen.
Auf Initative von Landesfeuerwehrkommandant LBD KR Josef Buchta, beschloss der der Landesfeuerwehrrat am 29. März 2009 die Einführung dieses Sachgebiets.

Die Aufgaben des Sachbearbeiters Feuerwehrgeschichte sind:

  • Unterlagen zur Feuerwehrgeschichte zu sammeln und sicherzustellen
  • Erforschung der Geschichte des Feuerlöschwesens
  • Publizieren von Forschungsergebnissen
  • Betreuung und Erfassung der feuerwehreigenen Sammlungen Geräten, Ausrüstungsgegenständen, usw.

 

Vorbeugender Brandschutz

Der Vorbeugende Brandschutz muss Basis für die erforderliche Brandsicherheit eines Betriebes sein. Treten in Betrieben große Brandschäden auf, so lässt sich in der Regel immer feststellen, dass es "Löcher" im System Vorbeugender Brandschutz gab.

Es ist daher das Ziel des Vorbeugenden Brandschutz:

  • Verhinderung einer Brandentstehung
  • Sicherstellung von Flucht- und Rettungswesen
  • Schaffung von optimalen Verhältnissen für den Feuerwehreinsatz.

 

Wasserdienst

Obwohl die Einsätze zu Wasser nicht so häufig sind, muss mit solchen Einsätzen, auch aufgrund des Kamp, jederzeit gerechnet werden.
Als Einsätze im Bereich des Wasserdienstes versteht man alle Einsätze die es am Wasser zu bewältigen gibt.

Unsere Feuerwehr besitzt eine Feuerwehrzille samt Fahrbehelfe, Rettungswesten und einen dazugehörigen Anhänger für den Transport der Zille.

Die Aufgaben des Sachbearbeiters Wasserdienst sind:

  • Die Beratung der Feuerwehrkommandos bei Wasserdienstangelegenheiten
  • Organisation und Mithilfe bei der Wasserdienstausbildung in der Feuerwehr
  • Wartung, Pflege und Reparatur der Wasserdienstgeräte

Weiters nehmen die Mitglieder unserer Feuerwehr ständig an Fortbildungen und Bewerben teil.

 

Atemschutz

siehe Punkt Atemschutz unter Feuerwehrwesen

 

Feuerwehrjugend

siehe Punkt Feuerwehrjugend im Hauptmenü

Grundlagen der Verbrennung

Eine Verbrennung ist eine chemische Verbindung eines Stoffes mit dem Element Sauerstoff.
Das entstehende Produkt heißt OXID.
Die Energie bei einer Oxidation wird in Wärme umgesetzt.
Die Oxidation kann mit verschiedener Geschwindigkeit ablaufen.

  • Langsam: Rosten
  • Schnell: Verbrennen

Für uns ist die schnelle Oxidation von Bedeutung, man versteht darunter die Verbrennung.

Sichtbare Begleiterscheinungen einer Verbrennung (schnelle Oxidation) können in folgenden Formen auftreten:

  • FLAMME
  • GLUT
  • FLAMME und GLUT gemeinsam

Die Erscheinung richtet sich nach dem Brennstoff.
Feste brennbare Stoffe verbrennen in Form von Glut, meist mit dem gleichzeitig ablaufendem Flammbrand. Brennbare Gase und die Dämpfe brennbarer Flüssigkeiten verbrennen in Form von Flammen. Nach Art des Brandes unterscheidet man: Glutbrand, Glut- und Flammbrand oder Flammbrand.


Die Voraussetzungen für eine Verbrennung

Eine Verbrennung ( Feuer ) kann entstehen wenn:

  • Wärme
  • Sauerstoff und
  • Brennbare Stoffe
  • Reaktionsbereitschaft zwischen brennbaren Stoff und Sauerstoff,

gleichzeitig vorhanden sind. Der Sauerstoff und der brennbare Stoff müssen dabei im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Ist zu wenig Sauerstoff vorhanden, kann eine Verbrennung nicht erfolgen. Wenn all diese Voraussetzungen erfüllt sind, kommt es zur Verbrennung. Sauerstoff  selbst ist nicht brennbar, ohne ihn ist aber keine Verbrennung möglich.

 

Wichtige Begriffe

  • Zündtemperatur: Die Zündtemperatur ist jene Temperatur eines brennbaren Stoffes, bei der sich dieser oder dessen Stäube, Dämpfe oder Gase unter bestimmten Bedingungen in Luft entzünden.

 

  • Flammpunkt: Brennbare Flüssigkeiten brennen selbst nicht, sondern nur ihre Dämpfe. Die niedrigste Temperatur, bei der eine brennbare Flüssigkeit oberhalb des Flüssigkeitsspiegels mit Luft eine Dampfkonzentration bildet, die bei kurzfristiger Einwirkung einer Zündquelle zur Entflammung führt nennt man Flammpunkt.
  • Die brennbaren Flüssigkeiten werden in 3 Gefahrenklassen eingeteilt: Gefahrenklasse 1: Flammpunkt unter 21°C (leicht entzündlich), Gefahrenklasse 2: Flammpunkt von 21 – 55°C (entzündlich), Gefahrenklasse 3: Flammpunkt über 55°C (schwer entzündlich)
  • Zündquelle: Träger der zur Entzündung erforderlichen Energie.
  • Verpuffung: Verbrennung mit erhöhter Geschwindigkeit (cm/sek.), mäßiger Druck, dumpfer Knall.
  • Explosion: Chemische Umsetzung, meist Verbrennung mit hoher Geschwindigkeit (m/sek.), großer Druck und Knall.
  • Detonation: Explosion mit höchster Druck- und Knallwirkung (km/sek.).
Verbrennungsdreieck
1. Verbrennungszone 2. Glühzone 3. Gaszone